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Die Zellkirche

Bis zum Jahre 1816 stand auf einem flachen Hügel am Zellerbruch, eine halbe Wegstunde vom Ort Zellhausen entfernt, die dem Hl. Georg geweihte Zellkirche inmitten eines ummauerten Friedhofes. Sie wird 1344 erstmals urkundlich erwähnt, muß aber bedeutend älter gewesen sein, da sich in ihren Fundamenten zwei Bruchstücke eines römischen Altars, der heliopolitanischen Trias Jupiter, Venus und Merkur geweiht, fanden, die vom Kastell Stockstadt hierher verschleppt wurden. 1755 wurde die Kirche teilweise erneuert und 1773 bekam sie neue Glocken. 1796 wurde sie von österreichischer Artillerie als Pulvermagazin und Laboratorium benutzt und in der Folge diente sie nicht mehr kirchlichen Zwecken (Karl Nahrgang). 1816 wurde die Kirche auf Abbruch versteigert und abgerissen.

Die Zellkirche

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Ausgrabungen auf dem Zellhügel

In der Zeit vom 23. Februar bis 6. März 1953 wurden auf dem Gelände der ehemaligen Zellkirche und ihrer nächsten Umgebung Ausgrabungen vorgenommen, um die genau Lage der Kirche, die Ausdehnung und das Alter der zugehörigen Siedlung festzustellen. (siehe auch "Zellhausen im Wandel der Zeiten" bearbeitet und herausgegeben von Heinz Schilling, 1997)

Der Geschichts- und Heimatverein begann dort 2009 eigene Aktivitäten mit einer umfassenden Bodenradar-Untersuchung und mit einer ersten archäologischen Grabung. Jetzt, in 2016, wurde die mittlerweile siebte Kampagne erfolgreich abgeschlossen. Unter dem Menüpunkt Projekte/Archäologie wird darüber ausführlich berichtet.